Mazedonien

Mazedonien – bitte nicht verwechseln mit der angrenzenden nordgriechischen Provinz Makedonien – tut sich auch 25 Jahre nach der Unabhängigkeit vom ehemaligen Jugoslawien noch schwer mit der demokratischen Entwicklung. Da ist zum einen die schwächelnde Volkswirtschaft, damit verbunden eine enorm hohe Arbeitslosigkeit, eine desolate Infrastruktur und fehlende Investitionen. Ohne Fortschritt kommt auch die Demokratie nicht voran. Über all diesen Themen hängt das Damoklesschwert ethnischer Konflikte, die Mazedonien. Immer wieder rumort es zwischen den unterschiedlichen Volksgruppen aus Mazedoniern, Albanern, Türken und Bosniaken. Im Jahr 2001 eskalierten die Konflikte, es folgte ein Friedensvertrag – aber Harmonie zwischen Ethnien sieht anders aus.

All das wirkt sich auch auf die Jugendszene in Mazedonien aus. Bedingt durch die weit verbreitete Armut und durch das noch längst nicht überwundene postsozialistische Gesellschaftssystem, ist der Staat der größte Arbeitgeber. Entsprechend wollen die Familien, die davon profitieren, dass die Partei an der Macht bleibt, die das Einkommen sichert. Dieses Gedankengut setzt sich oft auch bei den Kindern fort, und politische Spannungen spiegeln sich oft an den Schulen wider. Entsprechend groß ist der Einfluss der politischen Parteien auf die Schüler – eine eigene Meinungsbildung entsteht nur mühsam. Und nach wie vor ist Gewalt als Mittel zur Problemlösung noch immer sehr weit verbreitet. Auch die Pressefreiheit war lange Zeit eher ein Fremdwort als demokratischer Grundsatz. Der Index dafür sank zeitweise in das unterste Drittel der weltweiten Bewertungsskala. Nach Internet Live Stats nutzten 2016 knapp 70 Prozent der Bevölkerung das Internet. Immerhin: Seit 2005 hat Mazedoninen den Status eines Beitrittskandidaten der EU.

 

Die Youth Alliance Krusevo

Seit 2017 sind wir mit dem Jugendverband Youth Alliance Krusevo in Gesprächen über gemeinsame Fachkräfte-Austauschprogramme. Das ist schwierig für eine kleine NGO in einem 2-Millionen-Einwohner-Land, in dem die öffentliche Förderung für internationale Austausche milde belächelt werden. Dennoch soll ab 2018 ein erster Austausch stattfinden, in dem wir uns gegenseitig kennenlernen und erste wichtige Erkenntnisse über die Jugendszenen in unseren beiden Ländern erhalten.

Die Youth Alliance nennt sich selbst „das Epizentrum progressiver junger Menschen, die in sozialen Herausforderungen die Chancen auf Veränderungen sehen.“ 1999 in der Stadt Krusevo gegründet, hat die YAK heute Mitglieder im Alter von 15 bis 35 Jahren: Junge Menschen aller Gesellschaftsschichten, die an Integrationsprozess in die EU interessiert sind. Ein Verein von jungen Leuten für junge Leute.

 

Die Youth Alliance nennt sich selbst „das Epizentrum progressiver junger Menschen, die in sozialen Herausforderungen die Chancen auf Veränderungen sehen.“ 1999 in der Stadt Krusevo gegründet, hat die YAK heute Mitglieder im Alter von 15 bis 35 Jahren: Junge Menschen aller Gesellschaftsschichten, die an Integrationsprozess in die EU interessiert sind. Ein Verein von jungen Leuten für junge Leute.
„Unsere Vision ist die aktive Einmischung junger Menschen allen Bereichen des sozialen Lebens. Sie beeinflussen damit Entscheidungsprozesse auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene“, heißt es auf der YAK-Website. Im Rahmen ihrer Weiterbildungen, Aktionen und Veröffentlichungen richtet sich die YAK an allgemeingültigen Werten wie Inklusion, Demokratie, Chancengleichheit, Offenheit, Solidarität, Toleranz und gegenseitiger Unterstützung. Und über allem steht das Motto der Youth Alliance: „Sei die Stimme – nicht das Echo!“

 

Youth Alliance Krusevo
Mise Eftim str. 1a
7550 Krusevo
Macedonia
info@youthalliance.org.mk
www.youthalliance.org.mk

 

 

Das Programm wird gefördert über den Kinder- und Jugendplan des Bundes (kjp) im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)