Inforeise "Jugend in Mazedonien" 2018

26. - 30. November 2018 nach Skopje

Mazedonien, wunderschönes Land mitten in Europa, Beitrittskandidat für die EU - und ansonsten weitgehend unbekannt. Wie leben die Menschen, welche Hoffnungen haben die Jugendlichen, wie orientiert man sich in Bezug auf politische und regionale Nachbarn? Viele Fragen, die wir mit dieser Reise zu unseren neuen Partnern beantworten wollen.

Es sind vor allem die schwächelnde Volkswirtschaft und die damit verbundene hohe Arbeitslosigkeit, eine desolate Infrastruktur und fehlende Investitionen, die zu viel Frust in der mazedonischen Gesellschaft führen. Korruption und ein starres politisches System, wenige kritische Medien und eine nach wie vor recht konservative Denkweise lähmen den Fortschritt. Doch es ist gerade die Jugend, die sich nicht mehr nach dem untergegangenen „Glanz“ des jugoslawischen Vielvölkerstaates sehnt. Jugendliche blicken vor allem nach Westen und hoffen auf einen baldigen EU-Eintritt, der ihnen noch mehr Freiheiten bringen soll. Schon jetzt gehen viele von ihnen zum Studium oder zur Arbeit ins benachbarte Ausland.

Ein Hemmschuh auf dem Weg zu einer friedlichen und harmonischen, pluralistischen Gesellschaft sind die unterschwellig ausgetragenen ethnischen Konflikte. Mazedonier, Albaner, Türken und Bosniaken leben mehr neben- als miteinander.

 

Die Fragen, denen wir fünf Tage lang nachgehen wollen, liegen daher auf der Hand: Wie geht es den Jugendlichen heute in Mazedonien? Wie leben sie, welche konkreten Träume haben sie, wie bereiten sie sich auf das Erwachsenen- und Erwerbsleben vor? Und eng damit verbunden: Welche Hilfsangebote unterbreiten Staat und Gesellschaft, wie funktioniert die Jugendsozialarbeit vor Ort, und welche Jugendkulturen gibt es? Es lohnt sich also genauer hin zu schauen und mit der Jugend in Mazedonien ins Gespräch zu kommen.

Genau das wollen wir mit der ersten Austauschreise erreichen: Mehr erfahren und einen Dialog mit Mazedonien anstoßen. Dafür treffen wir nach der vorläufigen Planung Jugendsozialarbeiter und Experten der Nationalagentur für Jugend und Sport, wir unterhalten uns mit Jugend-Politikern und Mitgliedern des Nationalen Jugendrates sowie einem Team des Jugend-Kooperations-Büros, das für den West-Balkan zuständig ist. Wir besuchen einen Jugend-Radiosender und das Youth Educational Forum. Und natürlich treffen wir viele junge Menschen.

Eingeladen zu der Reise sind Fachkräfte der Jugendhilfe und Journalist*innen, die im Anschluss an das Programm über ihre Erfahrungen berichten. Alle Teilnehmenden müssen die Erkenntnisse dieses Programms beruflich verwerten können. Sie verpflichten sich daher zur Mitarbeit an einem Abschlussbericht. Außerdem ver-pflichten sich alle Teilnehmenden, mindestens einen redaktionellen Beitrag zum Themenschwerpunkt des Programms zu veröffentlichen und eine Kopie beim PNJ vorzulegen. Dieser Bericht steht dem PNJ auch für eine Dokumentation (u.a. auf www.pressenetzwerk.de) zur Verfügung.

Die Teilnahmegebühren betragen 245 € für PNJ-Mitglieder und 295 € für Nicht-Mitglieder zzgl. 30 € Reiserücktrittsversicherung. In der Teilnahmegebühr sind Flug, Unterkunft und Verpflegung während des Programms enthalten. Die Teilnehmer*innen kaufen aus organisatorischen Gründen ihre Flugtickets in Abstimmung mit dem PNJ selbst, erhalten den vollen Reisepreis aber umgehend erstattet. Ferner erhebt das PNJ eine Kaution in Höhe von 150 €, mit deren Zahlung sich die Teilnehmenden zur aktiven Mitarbeit an der Folgedokumentation bereiterklären. Nach der Zusendung von Berichten für die Dokumentation und mindestens einem Nachweis über eine Veröffentlichung zum Schwerpunktthema des Programms überweist das PNJ die Kaution umgehend zurück.

Das Informationsprogramm des PNJ in Mazedonien wird organisiert von unserer Part-nerorganisation, der Youth Alliance Krusevo YAK. Der Besuch vor Ort ist gefördert durch die Friedrich Ebert Stiftung FES. Das Programm wird finanziell unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Anmeldung bitte nur mit allen erforderlichen und vollständig ausgefüllten Unterlagen bis spätestens Sonntag, 28. Oktober 2018:

  • Vollständig ausgefülltes Anmeldeformular
  • 2 Kopien/PDFs von Artikeln oder Berichten, die journalistische bzw. jugend-fachliche Arbeit nachweisen oder sonstige Belege, die Ihr Interesse am internationalen Jugendaustausch dokumentieren.


Das PNJ schickt allen angemeldeten InteressentInnen kurz nach Ablauf der Anmeldefrist eine schriftliche Mitteilung per E-Mail über die Reiseteilnahme bzw. eine entsprechende Absage.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen!

 

Das Programm wird gefördert über den Kinder- und Jugendplan des Bundes im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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